Offene Posten neu erzeugen

Manchmal stimmt die Summen- und Saldenliste nicht mir der Offenen-Posten-Liste überein. Das kann verschiedene Gründe haben, z.B. hat man die Personenkonten beim Jahrewechsel manuell übernmommen. Die Offene-Posten-Buchhaltung ist in der Lexware eine sog. „Nebenbuchhaltung“, die jahresübergreifend und neben der eigentlichen Buchhaltung vom Programm geführt wird.

Habe ich nun einen offenen Posten versehentlich oder wegen manuller Eingaben gelöscht oder zurückgesetzt und möchte diesen neu erzeugen, so muss ich folgendes machen:

  1. die Zahlunsgbuchung muss storniert werden, damit der OP wieder „frei“ wird
  2. die Zahlung muss dann erneut eingegeben werden, sonst stimmt ja die Bank nicht
  3. die Buchung der Rechnung wird manuell storniert indem man die Buchung exakt so eingibt wie die ursprüngliche, nur mit einem Minus (-) vor dem Betrag und dem Text <Storno> im Textfeld
  4. die Buchung der Rechnung wird nun manuell wiederholt
  5. Nun ist der OP wieder da und eine entprechende Zahlung auch.
  6. Um die OP-Liste nun richtig zu stellen, kann man alle offenen Posten abgleichen bzw. zurücksetzen.
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Eine Antwort to “Offene Posten neu erzeugen”

  1. Uwe Padeken Says:

    Anleitung zum Editieren von Offenen Posten (mit dem Lexware-Buchhalter)
    Achtung!!! Diese Vorgehensweise ist von Lexware nicht dokumentiert!!!

    Standardmäßig fehlt dem Buchhaltungsprogramm von Lexware eine explizite Funktion zum Editieren von offenen Posten, wie z.B. die Null-Buchung bei KHK. Es gibt jedoch einen von Lexware nicht dokumentierten Weg, um Beträge in der OP-Liste zu bearbeiten. Das funktioniert aber nur, solange Offene Posten vorhanden sind. Ohne echte Buchung kann mit dieser Methode weder ein Offener Posten erzeugt noch im Nachhinein beispielsweise das Datum (und damit die Fälligkeit) oder die Belegnummer von Offenen Posten verändert werden.
    Beim Editieren von OP-Beträgen macht man sich zu Nutze, dass die OP-Liste schon bei einer Stapelbuchung bearbeitet wird. Die Bearbeitung erfolgt in drei Schritten:

    1. Stapelbuchen (auf keinen Fall Dialogbuchen!!!) des „Wunschbetrages“ auf dem Debitoren- bzw. Kreditorenkonto als OP-Ausgleichsbuchung, d.h. das Kreditorenkonto steht im Soll, das Debito-renkonto steht im Haben! Da der „Wunschbetrag“ vom tatsächlichen OP-Betrag abweicht (sonst müsste man ihn ja nicht bearbeiten…) erscheint im Dialog-Fenster „Ausbuchen offener Posten“ die zweite Seite mit der Voreinstellung “Ausbuchen des Differenzbetrages als Minderung“. Diesen Standardeintrag darf man auf gar keinen Fall wählen!!! Nicht auf “Weiter“ klicken!!! Statt dessen wählt man zwingend „Weiterführen des Differenzbetrages als offener Posten“ und klickt auf “Buchen“. Damit bleibt der Offene Posten in der OP-Liste erhalten.
    Das Gegenkonto spielt keine Rolle, da die Stapelbuchung in Schritt 3 wieder gelöscht wird. Ich nehme immer 1590 als Gegenkonto.
    Stapelbuchen schließen und auf keinen Fall die Buchungen in das Journal übernehmen!

    2. Löschen des „neuen“ OP-Betrages in der OP-Liste:
    – Ansicht – OP-Debitoren bzw. OP-Kreditoren – Wirtschaftsjahr
    – Einzelnes Konto wählen
    – den betreffenden OP (jetzt mit dem weiter geführten Differenzbetrag) auswählen und zurücksetzen (=Löschen!)
    => Nun ist der Offene Posten komplett weg.

    3. Löschen der Stapelbuchung und damit erneutes Erzeugen des OPs, diesmal mit dem „Wunschbetrag“ (= Buchungsbetrag aus Schritt 1)
    Fertig!

    Wie bereits erwähnt, ist dieses Verfahren von Lexware weder freigegeben noch dokumentiert. Daher kann ich, auch wenn diese Technik von mir schon mehrere Dutzend Male erfolgreich angewandt wurde, und dabei noch nie Probleme verursacht hat, natürlich keine Haftung für eventuelle Fehlfunktionen übernehmen. Auch übernehme ich keine Gewähr für die Richtigkeit dieser Angaben. Die Anwendung erfolgt ausschließlich auf eigenes Risiko. Im Zweifelsfalle empfiehlt es sich immer, vorab eine Datensicherung durchzuführen.

    Anmerkung zu Schritt 2:
    Durch das Zurücksetzen eines OP-Eintrags wird die kumulierte OP-Summe dieses Debitors/Kreditors verändert. Da aber im Endeffekt keine Buchung vorgenommen wird, wird das Kontensaldo dieses Debitors/Kreditors nicht verändert. Kontensaldo und das kumulierte OP-Saldo müssen am Ende aber zwingend übereinstimmen. Eine Differenz dieser beiden Werte ist mit den Grundsätzen Ordnungsgemäßer Buchführung schlicht unvereinbar. Wenn man diese Vorgehensweise also nicht dazu nutzt, eine Differenz dieser beiden Werte zu beheben, muss man zwingend (mindestens) einen weiteren OP-Eintrag mit umgekehrtem Vorzeichen (!) zurückzusetzen.


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